Unstrukturierte Email-Liste: Ein Problem, das viele nicht sehen
Wenn du im E-Mail-Marketing an alle schreibst, fĂĽhlt sich am Ende niemand wirklich abgeholt.
Stell dir vor, du sitzt mit deiner Freundin in einem CafĂ©. Du beugst dich zu deiner Freundin rĂĽber, aber statt leise mit ihr zu sprechen, stehst du auf und rufst deine Geschichte in den ganzen Raum.Â
Genau das passiert, wenn du deine E-Mail-Liste nicht segmentierst.
Viele Onlineunternehmerinnen stecken Herzblut in ihre Newsletter und Launchmails. Sie feilen an ihren Landingpages und Email-Texten. Sie planen ihren Launch mit viel Herzblut und Zeiteinsatz. Oft bis spät abends.Â
Und doch bleiben ihre Verkäufe unter dem was möglich wäre. Es wird schlicht und ergreifend Potenzial verschenkt: Potenzial im Vertrauensaufbau und Umsatzpotenzial.Â
Nicht, weil sie schlecht schreiben, sondern weil sie mit einer Nachricht versuchen, alle gleichzeitig abzuholen.
Doch das funktioniert einfach nicht: Kontakte, die sich gerade eben erst ĂĽber ein Freebie eingetragen haben brauchen etwas anderes als Käufer, die immer wieder kaufen. Sie haben bereits Vertrauen in dich und deine Angebote. Der neue Kontakt noch nicht.Â
Was ist Segmentierung im E-Mail-Marketing also wirklich?
Ganz einfach gesagt:Â Du behandelst nicht jede Person auf deiner Liste gleich.
Segmentierung im E-Mail-Marketing bedeutet, deine Kontakte in Gruppen aufzuteilen – je nachdem, wofür sie sich interessieren, was sie geklickt haben oder ob sie schon etwas gekauft haben.
Eine Frau, die seit zwei Jahren mitliest, braucht etwas anderes als jemand, der sich gestern dein Freebie geholt hat.
Das ist wie beim Coaching. Du würdest einer Anfängerin nicht denselben Rat geben wie einer Unternehmerin mit Team. Warum also schreibst du beiden dieselbe Mail?
Warum Segmentierung im Launch so entscheidend ist
Gerade im Launch wird es spürbar: Da ist die eine, die jede deiner Mails öffnet. Die mehrfach auf „Launch-Strategie“ klickt. Die eigentlich nur noch einen kleinen Schubs braucht. Und da ist die andere, die deinen Namen kaum kennt.
Wenn beide dieselbe Verkaufs-Mail bekommen, passiert Folgendes: Die Erste denkt sich „Das weiß ich doch alles längst.“ Die Zweite fühlt sich komplett überrollt.
In meinen Launch-Begleitungen sehe ich es immer wieder: Es geht nicht um mehr Mails. Es geht darum, passendere Mails zu versenden. Segmentierung nimmt Druck raus und bringt Relevanz rein. Denn ganz ehrlich, wenn ich erst kurz in einer Email-Liste bin möchte ich nicht gleich von einer Verkaufssequenz regelrecht erschlagen werden. Dann bin ich schneller wieder abgemeldet, wie du A sagen kannst.Â
Drei einfache Wege, deine E-Mail-Liste zu segmentieren
Du musst kein Technik-Profi sein. Wirklich nicht.
Starte simpel:
Nach Freebie-Thema
Wer sich fĂĽr Launch interessiert, will etwas anderes lesen als jemand, der gerade erst sein erstes Angebot baut.
Nach Klickverhalten
Klickt jemand immer wieder auf ein bestimmtes Thema, sagt das mehr als jede Umfrage.
Nach Kaufstatus
Kundinnen brauchen Tiefe. Nicht-Käuferinnen brauchen Vertrauen und Sicherheit in dich und deine Angebote.Â
Die häufigsten Denkfehler
Viele schieben Segmentierung vor sich her. Aber das ist fatal. Segmentierung gehört nicht in die Kategorie „Das brauche ich erst ab 500 Abonnenten“. Segmentierung ist keine „Spielerei“ fĂĽr groĂźe Listen. Sie ist die Grundlage fĂĽr Klarheit. Wenn du weiĂźt, wo jemand steht, weiĂźt du auch, was sie als Nächstes braucht.
Mein Fazit: Segmentierung ist Zuhören
E-Mail-Marketing ist genaues Zuhören. Eine gut segmentierte Liste ist Gold wert und verkauft deutlich besser als eine unsortierte. Nicht weil du mehr Emails versendest oder Druck aufbaust, sondern weil du gezielter sprichst.
Und am Ende fühlt es sich nicht mehr an wie ein Rufen in einem vollen Raum. Sondern wie ein echtes Gespräch.
