Du setzt dich hin und schreibst deinen Newsletter. Du gibst dir Mühe und feilst ausgiebig an deinen Formulierungen. Zufrieden klappst du spät abends den Laptop zu.
Und trotzdem passiert wenig. Du schaust dir die Zahlen an und denkst frustriert, wieso kauft kaum jemand? War der Preis zu hoch? Hat der Text der Mail nicht ĂĽberzeugt? Oder brauche ich ein anderes Angebot?
Diese Gedanken kenn ich aus Gesprächen mit Unternehmerinnen. Meine ganz persönliche Meinung: Ganz oft liegt es nicht an deinen Inhalten oder dem Preis.
Sondern daran, dass dahinter kein klarer Plan steckt.
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Unangenehme Wahrheit: Gute Inhalte alleine reichen nicht
Viele glauben, wenn sie nur regelmäßig Mehrwert teilen, wird sich das irgendwann auszahlen.
Ich verstehe diesen Gedanken gut. Mehrwert ist enorm wichtig, keine Frage. Aber E-Mail-Marketing ist kein Sammelordner fĂĽr Gedanken, Impulse und Mehrwert.
Jede Mail braucht eine Aufgabe – ein Ziel!
Stell dir daher immer vor dem Schreiben die Frage:
Was soll sie vorbereiten?
Worauf soll sie hinfĂĽhren?
Was soll sich bei deiner Leserin verändern?
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Deine Mails haben keine Richtung
Mal schreibst du über Mindset, dann über ein Tool und in der nächsten Mail über deine Woche.
Alles fĂĽr sich genommen gut. Wenn jede Mail fĂĽr sich steht, entsteht kein Zusammenhang.
Und ohne Zusammenhang entsteht keine Entscheidung. Denn deine LeserInnen werden nicht gefĂĽhrt, sondern erhalten nur einzelne Impulse.
Was ich häufig sehe: Es fehlt nicht an Expertise, sondern eindeutig an Führung. Und genau das darf E-Mail-Marketing leisten. Ich gehe sogar noch weiter: Das MUSS Email-Marketing leisten, wenn du verkaufen willst.
E-Mail-Marketing muss sich wie eine klare Strecke anfĂĽhlen und nicht wie ein Labyrinth aus Hundert Abzweigungen.
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Du sprichst mit allen gleichzeitig
Auf deiner Liste sind nicht alle an derselben Stelle. Manche stehen ganz am Anfang und kennen dich noch gar nicht gut. Andere folgen dir schon lange und sind kurz davor zu buchen.
Wenn alle dieselbe Mail bekommen, wird sie zwangsläufig allgemein. Und mal ehrlich, fühlst du dich durch „allgemein“ angesprochen? Ich nicht.
Gerade im Launch wird das immer wieder deutlich. Nicht die Anzahl der Mails ist entscheidend, sondern wie gut sie zu deinen Lesern passen. Erst wenn du konkreter wirst, dann wird die E-Mail relevant und erst dann hat sie die Chance zu überzeugen und aus einem Lead eine KäuferIn zu machen.
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Du verkaufst zu selten
Vielleicht kennst du auch den Gedanken: „Was, wenn ich nerve?“ oder „Ich möchte ja nicht ständig meinen Lesern die Angebote um die Ohren hauen“.
Probiere es mal mit einem kleinen Perspektivwechsel:
Die Leser haben sich für deinen Newsletter angemeldet. Sie interessieren sich für deine Inhalte, deine Angebote oder für dich. Und sind wir mal ehrlich jeder der sich in einen Newsletter einträgt, weiß was kommt, oder? Ich erwarte doch schon, dass irgendwann ein Angebot gepitcht wird. Das ist völlig normal.
Wenn du wochenlang nur rein informative Newsletter schreibst und Mehrwert ohne Ende lieferst und du dann irgendwann mal ein Angebot in deinem Newsletter pitchst, dann sind deine LeserInnen vielleicht maximal verwirrt und auch null vorbereitet auf deinen Launch.
Dann wie aus heiterem Himmel versuchst du dein Angebot zu verkaufen. FĂĽr dich logisch, fĂĽr deine Leser kommt es ĂĽberraschend.
Natürlich braucht es eine gute Balance zwischen Mehrwert und Verkaufsphasen, aber häufig sehe ich deutlich zu wenig Verkaufsphasen. Das darf sich ändern, oder?
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Fazit: Oft fehlt einfach die Struktur
Ein gutes E-Mail-System hat:
– eine klare Einstiegssequenz
– durchdachte Übergänge
– bewusste Verkaufsphasen
– wiederkehrende Schwerpunkte
Wenn ich mit Kundinnen starte, ist genau das der erste Schritt: Wir schaffen Ăśbersicht und eine Struktur. Das bringt Klarheit und nimmt den Druck raus.
NatĂĽrlich muss nicht jede Email verkaufen. Aber absolut jede Email sollte wissen, warum sie da ist!
Gute Inhalte sind wichtig, aber sie können erst gut wirken, wenn sie richtig eingebettet sind. In einen Plan, in eine Richtung. Kurzum in ein System, das deine LeserInnen Schritt für Schritt mitnimmt.
